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Nr. 3/2009
Seite 10
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Ablauf, vom Rohstoffeingang bis zum
Produktausgang an den jeweiligen Kun
den, zurückverfolgen lässt. In diesem Zu
sammenhang musste ein Havariekonzept
erstellt werden, um eine Rückruf aktion
bzw. Benachrichtigung des Kunden rei
bungslos sicher zu stellen. Wer heute in
die Volksküche nach Eisleben kommt,
wird viele sichtbare Veränderungen wahr
nehmen, die im engen Zusammenhang
mit der Zulassung stehen. So wurden
zur Gewährleistung einer strikten Tren
nung zwischen unreiner und reiner Seite
(SchwarzWeißPrinzip) bauliche bzw.
organisatorische Veränderungen notwen
dig. Das Gebäude wurde konsequent in
Verwaltung und Produktion unterteilt.
Dazu wurde die
B e s t e l l a n n a h m e
und die Fuhrpark
leitung in den Ver
w a lt u n g s b e r e ic h
verlagert und der
Empfangsbereich
neu gestaltet. Ein
neues
Schließsy
stem mit festgeleg
ten
Zutrittsrech
ten wurde für den
Produktionsbereich
eingebaut, so dass
Unbefugte
den
Produktionsbereich
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Am Strohügel 3
06295 Lutherstadt Eisleben
Tel. 03475/72 28-0
becker GmbH & Co
Eislebener Fruchtsaft oHG
Alleebreite 14 ­ 15
06295 Lutherstadt Eisleben
Telefon: 03475/75110 · Fax: 03475/751128
www.beckers-bester.de · info@beckers-bester.de
Bedingungen für EU-Zulassung als
erste Großküche Sachsen-Anhalts erfüllt
Anfang 2009 stellte die Volksküche den
Antrag für die Zulassung nach Artikel 4
der VO (EG) 853/2004 (EUZulassung),
da sie als Großküche ständig auf der Su
che nach neuen Partnern ist, von denen
die Vorlage eines derartigen Zertifikates
in Zukunft verlangt werden wird, so z. B.
von zertifizierten Krankenhäusern oder
Pflegeeinrichtungen. Voraussetzung für
die Zulassung ist ein hygienisch einwand
freier und nachvollziehbarer Produkti
onsablauf, wobei viele der Anforderun
gen bereits seit Jahren in der Volksküche
GmbH erfüllt werden. Eine wesentliche
strukturelle und organisatorische Verän
derung erforderte hingegen der Nachweis
der Rückverfolgbarkeit, mit dem sich der
Der neu gestaltete Empfangsbereich: (v.r.) E. Hunger u. C. Ludwar.
P. Gräbe auf dem Weg in die Produktion.
Erfolgreiche Überprüfung: (v.r.) Ellen Hunger, Volksküche; Edda Propst, Lebensmit-
telkontrolleurin LK MSH; Dr. Lothar Seibt, Amt f. Lebensmittelüberwachung LK
MSH; Siegfried Schwarz, GF Volksküche; Dr. Jens Pröhl, LVA Halle.
Zügig finden die Äpfel ihren Weg direkt vom LKW in die großen Silos.
Innerhalb von nur 15 min wird der LKW schonend entladen.
Hier ist noch Platz für einen 2. LKW zur Entladung.
Die Lager sind geräumt, die neue Apfel-Ernte kann kommen
Die diesjährige Apfelsaison hat begonnen
und die großen Lieferfahrzeuge stehen
schon wieder vor den Toren des Eisleber
Unternehmens, um ihre bunte Fracht los
zuwerden. Ulrich Günther, Direktor von
beckers bester in Lutherstadt Eisleben,
rechnet mit einem guten Obstaufkommen
europaweit. Da aber weltweit noch sehr
große Bestände an Apfelsaftkonzentra
ten aus dem Vorjahr vorrätig sind, wird
sich das deutlich auf die Rohwarenpreise
auswirken. Im Hause Becker sind jedoch
zu Saisonbeginn die Lagerbestände an
Direktsäften gut geräumt und die Ware
verkauft. Damit ist eine gute wirtschaft
liche Basis für die jetzige Saison und
letztendlich für das kommende Jahr ge
legt zeigt sich U. Günther zufrieden. Das
ist wichtig, denn die Wirtschaftskrise
hat sich zwar nicht auf die Auftragslage,
aber auf die erzielten Deckungsbeiträge
ausgewirkt. Hinzu kommt die mangelnde
Bereitschaft von Banken hinsichtlich der
Erntefinanzierung.
Mit dem kompletten Umbau der Obstan
nahme wurden investitionsseitig gute
Voraussetzungen für eine zügige Apfel
annahme geschaffen. Die ganze Logistik
wurde stark verändert und der heutigen
Fahrzeugtechnik sowie dem großen
Zeitdruck der Transportunternehmen
angepasst. Jetzt besteht die Möglichkeit,
dass gleich 2 Fahrzeuge nebeneinander
schnell entladen können, was bei einem
Fahrzeugaufkommen von ca. 40 LKW
pro Tag in der Hochsaison längst fällig
war. Alle Anlagenteile, beginnend von
den Annahmeförderern bis hin zur Be
schickung der Silos, wurden komplett
erneuert und entsprechend den heutigen
Hygieneanforderungen in Edelstahl aus
geführt. Innerhalb von nur 15 Minuten
kann jetzt ein LKW schnell und scho
nend seine 25 Tonnen Äpfel los werden.
Die Betonung liegt auf schonend, denn
bei dieser Investition in einem Umfang
von 550.000 ging es nicht allein um
verkürzte Wartezeiten, sondern es flos
sen auch Überlegungen hinsichtlich ei
ner schonende Apfelannahme durch die
Verringerung der mechanischen Bela
stung ein, was sich am Ende auf die Pro
duktqualität auswirken wird.
nicht mehr betreten können. Der Pro
duktionsbereich ist zudem nur noch über
eine Hygienestation zu erreichen. Um
eine Akzeptanz der Mitarbeiter für die
Veränderungen sowohl baulich als auch
strukturell zu erreichen, wurden sie von
Anfang an in die verschiedenen Abläufe
und Veränderungen einbezogen und ge
schult. Am 15. September fand in Vorbe
reitung der Zulassung eine Überprüfung
statt, wo der Volksküche, federführend
Ellen Hunger, eine sehr gute Vorbereitung
und Zusammenarbeit bescheinigt wurde,
so dass einer Zulassung nichts im Wege
steht und diese in den nächsten Wochen
offiziell überreicht werden wird.