Nr. 3/2009
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Knauf Deutsche Gipswerke KG
Hauptstraße 72
06548 Rottleberode
Tel.: 034653 70202
Fax: 034653 70225
Tel.: 03464 2912-0
Fax: 03464 291222
Internet: www.terra-data-sgh.de
VERMAPLAN GmbH
Vermessung mit System
Tel: 034637-50904
Fax: 034637-50905
Internet: www.vermaplan.de
KNAUF investierte bisher rund
100 Mio. Euro in den Standort Rottleberode
Der Weg der Mitglieder des Wirtschafst
ausschusses des Landkreises führte sie am
12. August bis an die Landkreis und zugleich
Landesgrenze. Zu ihrer turnusmäßigen Sit
zung trafen sie sich im Werk Rottleberode der
KNAUF Deutsche Gipswerke KG, wo ihnen
Werkleiter André Materlik einige Informationen
zum Unternehmen gab. Schon seit 1919 erfolgt
hier der Abbau von Gips, so dass die Rekultivie
rung des Abbaugebietes eine nicht unerhebliche
Rolle spielt. Von den rund 100 ha Abbaugebiet
seien durch das Unternehmen allein in den letz
ten Jahren 25 ha selbst rekultiviert und einige
10.000 Bäume gepflanzt worden. Flächen, die
jedoch in Thüringen liegen, denn nur die 25 ha
große Werksfläche befindet sich in Sachsen
Anhalt, besser im neuen Landlreis Mansfeld
Südharz. Natürlich sei man politisch interessiert
und bestrebt, sich in der Region zu engagieren
und mitzuwirken, versicherte der Werkleiter
den Ausschussmitgliedern, wobei man sich den
Landkreisen MansfeldSüdharz und Nordhau
sen gleichermaßen verpflichtet fühle.
Das Unternehmen mit seinen 130 Mitarbeitern
baute im zurückliegenden Jahr ca. 830.000 Ton
nen Rohstein ab, wobei nur die Hälfte im eige
nen Werk zu Putzen sowie zu ca. 18 Mio. m
2
Gipsplatten verarbeitet wurde. Um diese Pro
duktionszahlen zu erreichen, war es ein langer
Weg und bedurfter umfangreicher Investitionen
durch die KNAUFUnternehmensgruppe, die
1990 erst die Plattenfertigung und dann das
gesamte Werk als KNAUF Deutsche Giswerke
KG übernahm. Es folgte die Modernisierung
der gesamten Betriebstechnik. 1993 startete die
Herstellung von Handputzen, 1994 wurde die
Gipsbauplattenfertigung erheblich ausgebaut,
1999 folgte die Herstellung keramischer Gipse,
2000 kam der Einsatz von Reagips dazu und
2004 wurde die Maschinenputzproduktion in
Betrieb genommen. Rund 100 Mio. Euro inve
stierte der weltweit agierende Baustoffprodu
zent KNAUF, der 22.000 Mitarbeiter beschäf
tigt und allein in Deutschland 40 Werke hat, seit
dieser Zeit in die Betriebstechnik und Infra
struktur des Werkes Rottleberode. Und auch in
diesem Jahr sind rund 2,5 Mio. in den Ausbau
und die Modernisierung des Standortes geplant.
Betrieb, Tagebau und Forst der KNAUF Deutsche Gipswerke KG in Rottleberode
nehmen eine Fläche von rund 900 ha Landesgrenzen überschreitend ein.
Nur Gips aus dem eigenen Tagebau kommt hier zur Verarbeitung. Rund 18 Mio. m
2
Gipsplatten verließen 2008 das Werk.
Eine neue Dimension
3DLaserscanning ist eine neue Hochtech
nologie im Vermessungswesen, die dem An
wender bisher nicht gekannte Anwendungs
möglichkeiten bietet. Seit Jahren arbeiten die
Firmen TERRADATA GmbH Sangerhau
sen und VERMAPLAN GmbH Frankleben
bei der Entwicklung und Umsetzung moder
ner Technologien im Bereich Vermessung
und Geoinformation zusammen. Nunmehr
wurde das gemeinsame Leistungsangebot
um das terrestrische Laserscanning erwei
tert. Beim Laserscanning wird in kurzer Zeit
praktisch ein dreidimensionales Abbild der
Realität mit Millionen von Messpunkten er
Laserscanner in Eisleben im Einsatz
Luther in 3D dargetellt.
zeugt, was mit herkömmlicher Messtechnik
kaum möglich wäre. Neben der vollkomme
nen Detailerfassung auch bei großen Objek
ten ist besonders die Messgeschwindigkeit als
Vorteil gegenüber klassischen Messverfahren
anzusehen. Dabei können Objekte von einem
halben Meter bis mehrere hundert Metern
Abstand mit Millimetergenauigkeit erfasst
werden. Die Aufnahmegeschwindigkeit kann
3D-Ansicht des Marktplatzes der Lutherstadt Eisleben.
dabei bis zu einer Million Messpunkte pro
Sekunde betragen. 3DScanning eignet sich
z. B. für Architektur und Innenraumver
messung, Denkmalschutz (Fassaden, Skulp
turen), Ingenieurbau, Tunnel und Bergbau,
Bestandsdokumentation technischer Anla
gen (Tragwerke, Rohrnetze), Messung von
Lichtraumprofilen (Bahn), zum Monitoring
sowie zur Tatort bzw. Unfallorterfassung.
Durch die schnelle und berührungslose Mes
sung bieten sich so neue Möglichkeiten bei
der Erfassung schwer bzw. unzugänglicher
oder gefährlicher Objekte (z. B. Brücken,
Türme, Fassaden, steile Böschungen oder
Felswände, technische/chemische/Hoch
spannungsAnlagen). Produktionsanlagen
können ohne oder mit nur geringer Störung
der laufenden Prozesse erfasst werden. Ein
weiteres Einsatzgebiet des Verfahrens ist die
Archivierung von Geometriedaten. Sollte
ein zuvor gescanntes Objekt (z. B. Gebäude,
Fassade, Denkmal) beschädigt oder zerstört
werden, so lässt sich sein ursprünglicher Zu
stand auf der Basis archivierter Scandaten
detailgetreu wiederherstellen. Erst kürzlich
wurde als ein besonders interessantes Projekt
die Wimmelburger Schlotten (Höhlenzug
unter Wimmelburg) mittels Laserscanning
gemeinsam von den Partnern vermessen und
anschließend ein dreidimensionales Modell
aus den Daten erstellt.
Künftig ist der Einsatz des Verfahrens im Be
reich 3DVisualisierung vorgesehen. Dabei
kann ein geplantes Objekt in einer virtuellen
3DUmgebung dargestellt werden und dem
Betrachter einen reellen Eindruck von der
Wechselwirkung dieses Objektes mit seiner
Umgebung vermittelt werden.